Es ist der Moment, in dem in vielen Betrieben zum ersten Mal jemand wissen will, wie das Backup eigentlich funktioniert: Die Dateien tragen plötzlich fremde Endungen, auf dem Bildschirm steht eine Zahlungsaufforderung, und nichts geht mehr.
Die Erpresser setzen auf Panik und Zeitdruck. Und darauf, dass es kein brauchbares Backup gibt.
Wer zahlt, kauft ein Versprechen von Kriminellen. Ob der Schlüssel dann wirklich kommt und funktioniert, weiß vorher niemand. Manche Betriebe bekommen nach ein paar Monaten schlicht die nächste Forderung. Dazu kommt: Die Systeme bleiben kompromittiert. Auch nach einer bezahlten Entschlüsselung muss jede Maschine neu aufgesetzt werden, sonst sitzt der Angreifer weiter im Netz.
Die einzige Antwort, die den Erpressern wirklich das Geschäft verdirbt, ist banal: Man braucht sie nicht.
Damit ein Backup im Ernstfall trägt, muss einiges zusammenkommen. In der Praxis scheitert es erstaunlich oft schon an den Grundlagen:
Es existiert getrennt vom Angreifer. Eine Sicherung auf derselben Festplatte oder einem dauerhaft verbundenen USB-Laufwerk wird gleich mitverschlüsselt. Es braucht eine Kopie, an die der Trojaner nicht herankommt — bei uns heißt das: lokal auf dem Miniserver, zusätzlich verschlüsselt in ein Rechenzentrum.
Es ist aktuell. Eine Sicherung vom letzten Quartal rettet die Buchhaltung von damals. Sichern muss automatisch laufen, nicht „wenn jemand dran denkt".
Es wurde getestet. Der wichtigste Punkt — und der unbequemste. Ein Backup, aus dem noch nie etwas wiederhergestellt wurde, ist keine Sicherung, sondern eine Hoffnung. Deshalb gehören Wiederherstellungs-Tests zum Betrieb dazu, nicht zur Kür.
Wenn diese drei Punkte stimmen, wird aus dem Katastrophenfilm ein Arbeitstag: befallene Systeme vom Netz, Ursache identifizieren, Systeme neu aufsetzen, letzte saubere Sicherung zurückspielen. Der Schaden ist real — verlorene Stunden seit der letzten Sicherung, Aufwand für die Bereinigung. Aber er ist kalkulierbar, und niemand überweist Geld an Kriminelle.
Genau das meinen wir, wenn wir „Rollback statt Lösegeld" sagen. Das ist kein Produktname, das ist schlicht unsere Arbeitsweise. Wer zurückrollen kann, muss mit niemandem verhandeln.
Nichts mehr anklicken, betroffene Geräte vom Netz trennen, eingeschaltet liegen lassen — und Ihren IT-Betreuer anrufen. Unsere Managed-Kunden erreichen uns direkt; im Kundenportal lässt sich ein Notfall mit einem Knopf melden.
Erstgespräch kostenlos — danach entscheiden Sie. Eigene Servermacher-Services bleiben monatlich kündbar.
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